Projekte

Mit meinen Projekten verfolge ich 2 Ziele:

Zum einen möchte ich sozial benachteiligten Mitbürger*innen den Zugang zu diversen Institutionen und Einrichtungen für Kunst, Kultur und Wissenschaft erleichtern und organisiere für sie Museumsbesuche, Führungen oder Workshops.

Das zweite Ziel ist das Zusammenbringen von heterogenen Gruppen (z.B. Schüler*innen mit Migrationsbiografie und autochthone Senior*innen), wo das voneinander und miteinander Lernen im Vordergrund steht. Die bisherigen Projekte zeigen deutlich, dass genau diese augenscheinlichen Unterschiede, den Lerneffekt und die Nachhaltigkeit nicht nur verstärken, sondern auch noch Freude bereiten  …

 

 

Wonder(Wo)Men

kultur&gut - Projekt Wonder Woman

In jeder Frau, in jedem Mann steckt ein Held oder eine Heldin und diese „Wonder(Wo)Men“ wollen auch zum Einsatz kommen.

In dieser Workshopreihe begeben wir uns daher gemeinsam auf Held*innenreise. Mit Methoden des Storytellings, des kreativen Erzählens und Schreibens sowie mit Übungen zum souveränen und sicheren Auftreten werden wir den Held*innen die Bühne für ihren Auftritt bereiten. Die Teilnehmer*innen werden in den sieben Workshoptagen an ihren Stärken arbeiten, sie fördern und ihre Talente (neu) entdecken bzw. sie ins Scheinwerferlicht rücken.

Sie erfahren, wie sie sich ideal auf die Jobsuche und den Bewerbungsprozess vorbereiten, welche Herausforderungen auf diesem Weg warten und wie sie diesen selbstbewusst und mit Freude begegnen.

Der erste Workshopteil findet in einer Beratungseinrichtung für Arbeitssuchende statt, dann wechseln wir in die Albertina, wo wir mit Kunstvermittler*innen zusammenarbeiten. Im Museum schlüpfen die Teilnehmerinnen selbst in die Rolle der Kunstvermittlerin und präsentieren ihre auserwählten Lieblingsstücke aus ihrer ganz individuellen Sicht.

Dieser Workshop wird in Kooperation mit der Albertina umgesetzt.

 

 

Bilder im Kopf 

  • Bilder im Kopf Workshop
    © Ouriel Morgenstern | Belvedere Wien

 

 

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau gilt als wesentliche Säule unserer Gesellschaft. Doch welche Eigenschaften prägen unsere Auffassung von geschlechtsspezifischen Unterschieden? Wie können wir Vorurteilen und Konflikten entgegen wirken? Im Rahmen dieses Workshops setzen sich die Jugendlichen intensiv mit der eigenen Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit auseinander. Sie vergleichen Kunstwerke vergangener Epochen mit medialen Bildern der Gegenwart. Bei Gesprächen und kreativen Übungen hinterfragen wir gemeinsam, wie die ethnische und soziale Herkunft oder das politische und spirituelle Zugehörigkeitsgefühl unsere Denkmuster beeinflussen. Ziel ist, das Thema Geschlecht als wandelbare Größe sichtbar zu machen und junge Menschen für den direkten Zusammenhang von Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie zu sensibilisieren – denn: Gleichstellung beginnt im Kopf!

Workshop für Schüler_innen von 14 bis 19 Jahren
€ 4,- pro Person | Dauer: Zwei Termine à 2 Stunden

Nähere Infos & Anmeldung unter: https://www.belvedere.at/Interkultureller_Dialog_Schule

Bilder im Kopf wurde in Kooperation mit kultur & gut und poika (Verein zur Förderung gendersensibler Bubenarbeit in Unterricht und Erziehung) umgesetzt

 

Tea Talks – Sharing stories (un)limited?

  • Tea Talks 2.0 Belvedere kultur&gut
    © Ümit Mares-Altinok
 

Daniel Richter zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Gegenwart und gilt auch als politisch motivierter Künstler. Seine theatralischen Arbeiten im Riesenformat beschreibt er als Historienmalerei im neuen Stil. Dabei geht es ihm nicht um die Repräsentation konkreter historischer Ereignisse, sondern vielmehr um ein Stimmungsbild jüngster Geschichte und aktuellen Zeitgeschehens.

Das 21er Haus nimmt die vielfältigen Aspekte des Grenzbegriffs im Werk von Daniel Richter zum Anlass im Rahmen der Veranstaltungsreihe TEA TALKS Ort für Begegnung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zu werden. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung Daniel Richter – Lonely Old Slogans laden wir dazu ein sich bei einer Tasse Tee kennenzulernen und Geschichten, Erfahrungen und Wünsche rund um das Thema ‚Grenze‘ auszutauschen.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem 21er Haus umgesetzt.

 

Tea Talks – translocation and transformation

  • Natascha Unkart © Belvedere Wien

 

 

„Alles ist Kunst – alles ist Politik“, so Ai Weiwei (* 1957), der als Konzeptkünstler, Dokumentarist und Aktivist mit seinen Werken nicht nur Kritik am Regime in seiner Heimat China übt, sondern auch auf die aktuelle politische Realität wie die Flüchtlingskrise in Europa reagiert. Die Idee vom Ortswechsel als Auslöser transformativer Prozesse in Menschen und an Objekten steht im Zentrum der Ausstellung AI WEIWEI translocation – transformation im 21er Haus. Ergänzt wird die Schau von Installationen im Belvedere, darunter Ai Weiweis neueste Arbeit F Lotus aus 1005 Rettungswesten im Teich des Belvederegartens.

Das 21er Haus nimmt dies zum Anlass im Rahmen der Veranstaltungsreihe TEA TALKS Ort für Begegnung und Austausch zu werden zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung laden wir dazu ein, einander bei einer Tasse Tee kennenzulernen, Geschichten auszutauschen und Lotusblüten symbolisch mit Erfahrungen, Hoffnungen, Ängsten und Wünschen zu befüllen.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem 21er Haus umgesetzt.

 

Next Genderation

  • Teilnehmer*innen nehmen "typische" Männer- oder Frauenposen ein | Natascha Unkart © Belvedere Wien

 

In diesem Projekt beschäftigen sich zwei heterogene Gruppen (Schüler*innen und Senior*innen) mit den differenzierten Rollen von Frauen und Männern im Alltag.

Sie beleuchten die Unterschiede aber auch Gemeinsamkeiten der Geschlechterrollen zwischen den Generationen. Gleichzeitig betrachten die Teilnehmer*innen das Thema „Gender“ auch unter dem kulturellen Aspekt, mit dem Ziel die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Sichtweisen zu veranschaulichen und zu reflektieren.

Ausgangspunkt für unsere Gespräche und Übungen sind Rundgänge durch die Ausstellung und Aktionen zu einzelnen Gemälden, wo wir gemeinsam die Rollen der Frauen / Männer in einzelnen Darstellungen sowie biographische Hintergründe von derzeit vertretenen Künstler*innen beleuchten.

Dieser zweitägige Workshop soll die Teilnehmer*innen von den bisher herrschenden Stereotypen des Frauen- bzw. Männerbildes wegführen. Vielmehr sollen sie erkennen, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, denn unsere Verhaltensweisen sind nicht angeboren, sondern zumeist anerzogen.

Next Genderation wurde für das Belvedere Museum konzipiert und in Kooperation mit dem Verein Poika – Verein zur Förderung von gendersensibler Bubenarbeit in Erziehung und Unterricht – umgesetzt.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Belvedere umgesetzt.

Kultur & Gut hat mit dem Projekt „Next Genderation“ den DiversCity 2016 der Wirtschaftskammer Wien in der Kategorie Kleinstunternehmen gewonnen!

Nähere Infos zum DiversCity finden Sie unter: https://www.wko.at/Content.Node/kampagnen/DiversCity/index.html

 

Von Frau zu Frau

 

Angst und Unsicherheit machen sich sowohl bei der autochthonen als auch migrantischen Gesellschaft breit und der interkulturelle Diskurs wird nicht mehr miteinander sondern über einander geführt. Aktuelle Geschehnisse verstärken nachhaltig vorherrschende Klischees und verschlechtern das alltägliche Miteinander.

Mit den „von Frau zu Frau“ Workshops wollen wir Ängsten und Missverständnissen nachhaltig gegensteuern, indem wir Frauen aus unterschiedlichen Generationen und kulturellen Backgrounds vernetzen und ihnen die Möglichkeit bieten sich zu wissenschaftlichen und kulturellen Themen auszutauschen.

Dieser Workshop ermöglicht den Frauen anhand von historisch gesellschaftlichen Diskursen ihre eigenen Erfahrungen mit den Lebenswelten der anderen zu verknüpfen. Erkennen, Lernen und Tun sind in diesem Ansatz untrennbar miteinander verbunden.

Frauen sollen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden, indem sie unterschiedliche Kulturen nicht als Bedrohung ihrer eigenen Kultur ansehen sondern als einfach gegeben und gleichzeitig bereichernd. Wir bringen Frauen aus unterschiedlichen Kulturen, Schichten und Generationen zusammenbringen und lassen sie voneinander und miteinander lernen.

Von Frau zu Frau wurde in Kooperation mit dem Technischen Museum Wien umgesetzt.

Für nähere Informationen, kontaktieren Sie mich unter office@kulturundgut.at

 

cooltur

  • Ein Besuch im Schloss Schönbrunn inklusive Besichtigung der Räumlichkeiten - für alle das erste Mal

 

Ein Museums- oder Theaterbesuch ist nicht für alle möglich. Die Gründe sind oft vielfältig, sie reichen von finanziellen Barrieren, Scham bis hin zum fehlenden Zugehörigkeitsgefühl.

Das Projekt cooltur hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Mitbürger*innen mehr Möglichkeiten an kultureller Teilhabe zu geben. In Zusammenarbeit mit Vereinen wie z.B. „die Nachbarinnen“ oder „Hanimeli“ organisieren wir Besuche in diversen Kunst- und Kultureinrichtungen oder Institutionen der Wissenschaftsvermittlung, wie z.B. das Belvedere oder Schloss Schönbrunn, das Forschungsfest der Stadt Wien oder das ZOOM Kindermuseum.

Das Feedback der Teilnehmer*innen zeigt deutlich, dass sowohl kulturelle als auch die wissenschaftliche Ebene ein guter Zugang für gelebte Partizipation ist. 

Wenn sich Ihre Einrichtung für sozial benachteiligte Mitbürger*innen engagiert, ganz egal ob mit oder ohne Migrationsbiografie, und Sie an einem Besuch in einem Museum interessiert sind, dann können Sie mich jeder Zeit unter office@kulturundgut.at kontaktieren.

 

 

Hier einige Feedbacks der Teilnehmer*innen:

„Das Forschungsfest war so cool, ich komme morgen wieder!“ (ein unbegleiteter minderjähriger Flüchtling aus Afghanistan)

„Ich lebe seit 40 Jahren in Österreich und habe zum 1. Mal ein Schloss von innen gesehen!“ (Pensionistin mit türkischen Wurzeln)

„Endlich habe ich auch etwas Spannendes erlebt, heute Abend kann ich einmal meinen Kindern von meinem Besuch im Schloss Schönbrunn erzählen!“ (Hausfrau und Mutter mit türkischen Wurzeln)

„Ich kann es nicht glauben, dass ich in dem gleichen Raum stehe, wo einst Mozart für die Kaiserin Klavier gespielt hat!“ (Hausfrau mit irakischen Wurzeln)

„Ich fühle mich Willkommen in Österreich!“ (Asylwerberin aus Syrien)