Next Genderation

In diesem Projekt beschäftigen sich zwei heterogene Gruppen (Schüler*innen und Senior*innen) mit den differenzierten Rollen von Frauen und Männern im Alltag.

Sie beleuchten die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten der Geschlechterrollen zwischen den Generationen. Gleichzeitig betrachten die Teilnehmer*innen das Thema „Gender“, auch unter dem kulturellen Aspekt, mit dem Ziel, die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Sichtweisen zu veranschaulichen und zu reflektieren. Und das alles im Museum.

Ausgangspunkt für unsere Gespräche und Übungen sind Rundgänge durch die Ausstellung und Aktionen zu einzelnen Gemälden. Gemeinsam beleuchten wir die Rollen der Frauen/Männer in einzelnen Darstellungen sowie biographische Hintergründe von derzeit vertretenen Künstler*innen.

Dieser zweitägige Workshop soll die Teilnehmer*innen von den bisher herrschenden Stereotypen des Frauen- bzw. Männerbildes wegführen. Vielmehr sollen sie erkennen, dass es weder ein festes männliches, noch ein festes weibliches Geschlecht gibt, denn unsere Verhaltensweisen sind nicht angeboren, sondern zumeist anerzogen.

Next Genderation wurde für das Belvedere Museum konzipiert und in Kooperation mit dem Verein „poika“ – Verein zur Förderung von gendersensibler Bubenarbeit in Erziehung und Unterricht – umgesetzt.

Auszeichnung!
„kultur & gut“ hat mit dem Projekt „Next Genderation“ den DiversCity 2016 der Wirtschaftskammer Wien in der Kategorie Kleinstunternehmen gewonnen!

 

Bilder im Kopf

Die Gleichberechtigung von Mann und Frau gilt als wesentliche Säule unserer Gesellschaft. Doch welche Eigenschaften prägen unsere Auffassung von geschlechtsspezifischen Unterschieden? Wie können wir Vorurteilen und Konflikten entgegenwirken? Im Rahmen dieses Workshops setzen sich Jugendliche intensiv mit der eigenen Vorstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit auseinander. Sie vergleichen Kunstwerke vergangener Epochen mit medialen Bildern der Gegenwart. Bei Gesprächen und kreativen Übungen hinterfragen wir gemeinsam, wie die ethnische und soziale Herkunft oder das politische und spirituelle Zugehörigkeitsgefühl unsere Denkmuster beeinflussen. Ziel ist, das Thema Geschlecht als wandelbare Größe sichtbar zu machen und junge Menschen für den direkten Zusammenhang von Geschlechtergerechtigkeit und Demokratie zu sensibilisieren – denn: Gleichstellung beginnt im Kopf!

Workshop für Schüler*innen von 14 bis 19 Jahren
€ 4,- pro Person | Dauer: Zwei Termine à 2 Stunden

Nähere Infos & Anmeldung unter: https://www.belvedere.at/Interkultureller_Dialog_Schule

Bilder im Kopf wurde in Kooperation mit „kultur & gut“ und “poika“, Verein zur Förderung gendersensibler Bubenarbeit in Unterricht und Erziehung, konzipiert

 

Tea Talk – translocation and transformation

„Alles ist Kunst – alles ist Politik“, so Ai Weiwei (* 1957), der als Konzeptkünstler, Dokumentarist und Aktivist mit seinen Werken nicht nur Kritik am Regime in seiner Heimat China übt, sondern auch auf die aktuelle politische Realität wie die Flüchtlingskrise in Europa reagiert. Die Idee vom Ortswechsel als Auslöser transformativer Prozesse in Menschen und an Objekten steht im Zentrum der Ausstellung „AI WEIWEI translocation – transformation“ im „21er Haus“. Ergänzt wird die Schau von Installationen im Belvedere, darunter Ai Weiweis neueste Arbeit „F Lotus“ aus 1005 Rettungswesten im Teich des Belvederegartens.

Das „21er Haus“ nimmt dies zum Anlass, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tea Talk“ Ort für Begegnung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zu sein. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung laden wir dazu ein, einander bei einer Tasse Tee kennenzulernen, Geschichten auszutauschen und Lotusblüten symbolisch mit Erfahrungen, Hoffnungen, Ängsten und Wünschen zu befüllen.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem „21er Haus“ umgesetzt.

Tea Talk – Sharing stories (un)limited?

Daniel Richter zählt zu den bedeutendsten deutschen Malern der Gegenwart und gilt auch als politisch motivierter Künstler. Seine theatralischen Arbeiten im Riesenformat beschreibt er als Historienmalerei im neuen Stil. Dabei geht es ihm nicht um die Repräsentation konkreter historischer Ereignisse, sondern vielmehr um ein Stimmungsbild jüngster Geschichte und aktuellen Zeitgeschehens.

Das „21er Haus“ nimmt die vielfältigen Aspekte des Grenzbegriffs im Werk von Daniel Richter zum Anlass im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tea Talk“ Ort für Begegnung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung zu werden. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung „Daniel Richter – Lonely Old Slogans“ laden wir dazu ein, sich bei einer Tasse Tee kennenzulernen und Geschichten, Erfahrungen und Wünsche rund um das Thema ‚Grenze‘ auszutauschen.

Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem „21er Haus“ umgesetzt.

Tea Talk – It’s all about p[art]icipation

Ausgehend von zeitgenössischen künstlerischen Positionen in der Ausstellung „Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip“ ist das „21er Haus“ im Rahmen der „Tea Talks“ regelmäßig Ort für Begegnung und Austausch zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung/Migrationsbiografie.
Gemeinsam erkunden wir die Werke, die zur aktiven Teilnahme am künstlerischen Prozess einladen: Wir sitzen, liegen, stecken den Kopf in den Ärmel, wir zeichnen, kleben, spielen Tischtennis und hinterlassen unsere Wünsche auf Yoko Onos Wish Trees. Bei einer Tasse Tee sprechen wir anschließend über die Bedeutung von Kunst, den Stellenwert von Partizipation und Geschichten aus unserem Alltag.

Veranstaltung auf Deutsch mit Arabisch- oder Persisch-Dolmetscherin.

Teilnahme kostenlos mit Anmeldung | Dauer: 2 Stunden
Termine unter: https://www.21erhaus.at/tea-talks
Anmeldung unter public@21erhaus.at oder office@kulturundgut.at

 

cooltur

Ein Museums- oder Theaterbesuch ist nicht für alle möglich. Die Gründe sind vielfältig, sie reichen von finanziellen Barrieren, Scham bis hin zum fehlenden Zugehörigkeitsgefühl.

Das Projekt „cooltur“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Mitbürger*innen mehr Möglichkeiten an kultureller Teilhabe zu geben. In Zusammenarbeit mit Vereinen wie z.B. „die Nachbarinnen“ oder „Hanimeli“ organisieren wir Besuche in diversen Kunst- und Kultureinrichtungen oder Institutionen der Wissenschaftsvermittlung, z.B. Belvedere oder Schloss Schönbrunn, Forschungsfest der Stadt Wien, ZOOM Kindermuseum u.v.m.

Das Feedback der Teilnehmer*innen zeigt deutlich, dass die kulturelle, wissenschaftliche Ebene ein guter Zugang für gelebte Partizipation ist. 

Wenn sich Ihre Einrichtung für sozial benachteiligte Mitbürger*innen engagiert, ganz egal ob mit oder ohne Migrationsbiografie, und Sie an einem Besuch in einem Museum oder einer anderen kulturellen Einrichtung (z.B. Theater, Kino) interessiert sind, dann kontaktieren Sie uns unter office@kulturundgut.at oder telefonisch unter: 0699 1544 1544.

Von Frau zu Frau

Angst und Unsicherheit machen sich sowohl bei der autochthonen als auch migrantischen Bevölkerung breit. Leider wird der interkulturelle Diskurs meist nicht miteinander, sondern übereinander geführt. Aktuelle Geschehnisse verstärken nachhaltig vorherrschende Klischees und wirken sich u.a. negativ auf das tägliche Miteinander aus.

In den „Von Frau zu Frau“-Workshops wollen wir Ängsten und Missverständnissen nachhaltig gegensteuern, indem wir Frauen diverser Generationen, mit unterschiedlichen kulturellen Backgrounds vernetzen und ihnen die Möglichkeit bieten, sich zu wissenschaftlichen und kulturellen Themen auszutauschen.

Dieser Workshop ermöglicht den Frauen anhand von historischen, gesellschaftlichen Diskursen ihre eigenen Erfahrungen mit den Lebenswelten der anderen zu verknüpfen. Erkennen, Lernen und Tun sind in diesem Ansatz untrennbar miteinander verbunden.
Frauen sollen in ihrem Selbstwertgefühl gestärkt werden, indem sie unterschiedliche Kulturen nicht als Bedrohung ihrer eigenen Kultur ansehen, sondern als einfach gegeben und gleichzeitig bereichernd wahrnehmen. Wir bringen Frauen aus diversen kulturellen Welten, Schichten und Generationen zusammen und lassen sie voneinander und miteinander lernen.

„Von Frau zu Frau“ wurde bereits in Kooperation mit dem Technischen Museum Wien umgesetzt.